Ar­beits­schutz­ma­nage­ment (oder auch Ar­beits­si­cher­heits­ma­nage­ment) bedeutet die sys­te­ma­ti­sche Planung und Um­set­zung von Maßnahmen und Zielen für alle Facetten des Ar­beits­schut­zes, der Ar­beits­si­cher­heit und des Ge­sund­heits­schut­zes am Ar­beits­platz. Ein Top­the­ma, das längst einen hohen Stel­len­wert ein­for­dert. Denn die Si­cher­heit kommt im Ar­beits­all­tag oft zu kurz. Nicht umsonst sind die Themen Ar­beits­schutz und Ge­sund­heits­schutz in Un­ter­neh­men ge­setz­lich ver­an­kert und müssen ein­ge­hal­ten und um­ge­setzt werden. Leider fehlt vielen Un­ter­neh­men der Überblick, wie das zu be­werk­stel­li­gen ist. Abhilfe kann ein pro­fes­sio­nel­les Ar­beits­schutz­ma­nage­ment­sys­tem schaf­fen, das ein struk­tu­rier­tes Vorgehen bei allen Fragen rund um Si­cher­heit und Ge­sund­heit ermöglicht.

INHALT

 

Was bedeuten Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz für Ihre Organisation?

Im Kontext Arbeitsschutzmanagement sind Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz eng miteinander verbunden. Beide verfolgen ein gemeinsames Ziel: Die Beschäftigten Ihres Unternehmens vor arbeitsbedingten Gefährdungen jeder Art zu schützen.

Darunter fallen alle Einflüsse im Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz und der Arbeitstätigkeit, die die Gesundheit beeinträchtigen können. Das sind zum Beispiel physische oder psychische Fehlbelastungen beziehungsweise Belastungen oder Gefahren bei der täglichen Arbeit, wie der Umgang mit Gefahrstoffen, Lärm oder Strahlung. Grundsätzlich gilt: Arbeitsschutzmanagement ist ein strategisches Thema und damit Aufgabe der obersten Leitung.

Ar­beits­schutz darf keine leere Phra­se sein. Er muss im be­trieb­li­chen Alltag auch gelebt wer­den.

Betrieblicher Arbeitsschutz

Der betriebliche Arbeitsschutz umfasst Maßnahmen, die Ihre Organisation zur Verhütung von Unfällen und arbeitsbedingten Krankheiten bei der Arbeit ergreifen muss. Auch sind die Identifikation und Beseitigung von arbeitsbedingten Gefahren darin enthalten. Die Maßnahmen setzen sich dabei aus vier unterschiedlichen, aufeinander aufbauenden Säulen zusammen:

Gefährdungsbeurteilung

Dieses grundlegende Verfahren dient dazu, mögliche Gefährdungen zu identifizieren. Aus diesen Erkenntnissen können Sie entsprechende Schutzmaßnahmen nach der T-O-P Systematik definieren und einführen. Eine Gefährdung kann zum Beispiel durch physische Einwirkungen von Maschinen oder auch durch eine mangelhafte Einweisung oder Qualifikation der Beschäftigten entstehen, die diese bedienen. Eine Gefährdungsbeurteilung muss jedes Unternehmen nach §5 Arbeitsschutzgesetz verpflichtend von Beginn an und in regelmäßigen Abständen durchführen.

Unterweisung

Jedes Unternehmen muss mindestens einmal im Jahr die Mitarbeiter unterweisen. Dabei ist zwischen Erstunterweisung, Unterweisung bei Änderungen und Wiederholungsunterweisung zu unterscheiden. Eine Erstunterweisung muss erfolgen, sobald neue Angestellte in Ihr Unternehmen kommen. Sie sollte vor der Arbeitsaufnahme durchgeführt werden. Im Vordergrund stehen hier sicherheitsrelevante Themen.

Wiederholungsunterweisungen eignen sich, um auf besondere oder neue Gefahren hinzuweisen beziehungsweise das Wissen regelmäßig aufzufrischen.

Betriebsanweisung

Eine Betriebsanweisung ist in verständlicher und kurzer Form zu verfassen. Wenn Sie Ihre Mitarbeiter beispielsweise über die Gefahren einer Maschine oder von bestimmten Stoffen informieren, muss es möglich sein, dies innerhalb kurzer Zeit zu verstehen – auch von fachfremden und ungelernten Kräften.

Die Betriebsanweisung wird zum Beispiel gefordert im/in der:

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), §9
  • Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), §12
  • Gefahrstoffverordnung (GefStoffV), §14 in Verbindung mit Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) 555
  • Biostoffverordnung (BioStoffV), §14 

Arbeitsmittelprüfung

Während einer Arbeitsmittelprüfung werden Ihre Arbeitsmittel in regelmäßigen Abständen auf Mängel oder Störungen geprüft.

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ISO 45001 – Com­pli­ance im Ar­beits­schutz

Wie das gelingen kann, erfahren Sie in unserem kos­ten­frei­en Whitepaper. Wir in­ter­pre­tie­ren die Norm und zeigen auf, was genau zu beachten ist.

Zum Autor: Altan Da­y­an­kac ist DQS-Ex­per­te für Ar­beits­schutz und zahl­rei­che Nachhaltigkeitsthemen

 

Betriebsanweisung

Eine Betriebsanweisung ist in verständlicher und kurzer Form zu verfassen. Wenn Sie Ihre Mitarbeiter beispielsweise über die Gefahren einer Maschine oder von bestimmten Stoffen informieren, muss es möglich sein, dies innerhalb kurzer Zeit zu verstehen – auch von fachfremden und ungelernten Kräften.

Die Betriebsanweisung wird zum Beispiel gefordert im/in der:

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), §9
  • Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), §12
  • Gefahrstoffverordnung (GefStoffV), §14 in Verbindung mit Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) 555
  • Biostoffverordnung (BioStoffV), §14 

Arbeitsmittelprüfung

Während einer Arbeitsmittelprüfung werden Ihre Arbeitsmittel in regelmäßigen Abständen auf Mängel oder Störungen geprüft.

Betrieblicher Gesundheitsschutz

Der betriebliche Gesundheitsschutz beschäftigt sich mit den langfristigen Auswirkungen der Arbeit auf die Gesundheit der Beschäftigten. Ziel ist es, der Entstehung berufsbedingter Gesundheitsstörungen und Berufskrankheiten vorzubeugen und den Arbeitsplatz bestmöglich und sicher zu gestalten.

Ihr Unternehmen ist gesetzlich dazu verpflichtet Maßnahmen zu gewährleisten, die den Gesundheitsschutz wahren und verbessern und die physische und psychische Gesundheit der Arbeitnehmer sicherstellen. Arbeitnehmer und Arbeitgeber profitieren dabei gleichermaßen von diesen gesetzlichen Anforderungen. Denn gute Arbeitsbedingungen steigern das psychische und körperliche Wohlbefinden sowie die Motivation und Arbeitsleistung der Mitarbeitenden.

Die praktische Umsetzung erfährt der betriebliche Gesundheitsschutz im betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). Hier gilt es, Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz im Unternehmen so zu verzahnen, dass sie synergetisch miteinander harmonieren.

 

Arbeitsschutzmanagement – gesetzliche Grundlagen

Wichtige Regelungen des Arbeitsschutzgesetzes

Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) regelt alle Belange und Grundpflichten, die zum Schutz der Beschäftigten in Ihrem Unternehmen nötig sind. Dazu gehören unter anderem die Gestaltung der Arbeit und der Räume sowie die Einhaltung der Arbeitszeiten. Das Gesetz schreibt außerdem eine „menschengerechte Gestaltung“ der Arbeit vor sowie die Verhütung von Unfällen und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren.

Sie müssen die Gefahr diesbezüglich so gering wie möglich halten und immer direkt an der Quelle bekämpfen. Die häufigste Pflicht, die daraus resultiert, ist die Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz. Was die Gefahrenverhütung betrifft, so gilt immer der neueste Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene. Aktuelle arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse sind dabei immer zu berücksichtigen.

Um den Schutz im Zuge des Arbeitsschutzmanagements bestmöglich zu gewährleisten, muss der Arbeitgeber alle Mitarbeiter sinnvoll einweisen, wie sie die vereinbarten Maßnahmen einzuhalten haben. Besonderer Schutz gilt dabei zum Beispiel Jugendlichen oder Schwangeren. Einen Unterschied zwischen den Geschlechtern dürfen Sie nur dann machen, wenn es aus biologischen Gründen zwingend erforderlich ist.

Ar­beits­schutz und Ge­sund­heits­schutz funk­tio­nie­ren nur dann, wenn alle für die Belange des Ar­beits­schut­zes ein­tre­ten. Von der Geschäftsleitung bis zur Be­leg­schaft.

Arbeitsschutzverordnungen, Anordnungen, weitere Gesetze

Unter dem Arbeitsschutzgesetz sind wiederum eine ganze Reihe von Arbeitsschutzverordnungen, Anordnungen sowie weitere Gesetze verankert, zum Beispiel:

  • Arbeitsschutzverordnung (89/654/EWG): grundsätzliche Anforderungen für das Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten, zum Nichtraucherschutz oder zur Einrichtung von Arbeits- oder Sanitärräumen und auch anderen Räumen
  • Bildschirmarbeitsverordnung (89/655/EWG): Anforderungen an die Einrichtung eines Bildschirmarbeitsplatzes
  • Lastenhandhabungsverordnung (90/269/EWG): Anforderungen an die Minimierung von Gesundheitsgefahren wie Rückenerkrankungen bei der manuellen Handhabung von Lasten

All diese Gesetze und Verordnungen haben eines gemeinsam: Sie dienen dem Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer. Doch hat nicht nur der Arbeitgeber die Pflicht, sich an die Regelungen zu halten, sondern auch die Arbeitnehmer. So ist beispielsweise jeder Angestellte seinen Kollegen gegenüber zur Sorgfalt verpflichtet und muss Maschinen, Geräte, Werkstoffe etc. nur bestimmungsgemäß verwenden.

Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz können deshalb nur dann funktionieren, wenn die oberste Leitung, Führungskräfte und Mitarbeiter auch für die Belange des Arbeitsschutzes eintreten. Ziel ist es, alle Beteiligten zu einem vorbildhaften Arbeiten zu veranlassen und die Selbstverantwortung für sicheres Arbeiten zu steigern.

 

Kommunikation im Arbeitsschutzmanagement

Ohne Kommunikation kann Arbeitsschutz nicht funktionieren. Um ein Arbeitsschutzmanagement effizient einzuführen und kontinuierlich zu verbessern, haben fast alle Unternehmensbereiche eine Funktion zu erfüllen.

Die Verantwortung für das Managementsystem liegt bei der obersten Leitung. In der Umsetzung sind Führungskräfte aller Ebenen gefordert, ebenso wie die Mitarbeitenden selbst, die an eigenverantwortliches Handeln herangeführt werden müssen. Bei der Gestaltung werden zum Beispiel auch Betriebsärzte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Managementbeauftragte, interne Auditoren, Prozessverantwortliche und der Betriebsrat eingebunden.

Ar­beits­schutz braucht Kom­mu­ni­ka­ti­on

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  • Erfüllung recht­li­cher An­for­de­run­gen

Um die nötigen Grundvoraussetzungen in Ihrem Unternehmen zu schaffen, ist es wichtig,

  • dass die oberste Leitung den Prozess unterstützt und vorbildlich handelt
  • eine Organisationsstruktur zu schaffen, in der Arbeitsschutzexperten an der Evaluierung von Prozessen beteiligt werden
  • dass ein Grundverständnis für die Themen Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz vorhanden ist
  • dass Investitionen zur Verbesserung des Arbeitsschutzes getätigt werden
  • ausreichend Arbeitszeit für diesen Prozess zur Verfügung zu haben
  • ernsthaft kontinuierliche Verbesserungen anstreben zu wollen

Dafür ist im Arbeitsschutz Kommunikation besonders wichtig. Sie muss leicht verständlich sein und auf die Notwendigkeit technisch-organisatorischer Lösungen hinweisen, um das sichere Arbeiten zu erleichtern und sicherheitswidriges Arbeiten zu unterbinden.

Arbeitsschutzmanagement muss im betrieblichen Alltag gelebt und nicht nur als leere Phrase verwendet werden. Wenn sich Vorgesetzte beispielsweise selbst immer wieder über Sicherheitsvorschriften hinwegsetzen oder Regelverstöße der Mitarbeiter dulden, können noch so viele Gespräche nichts bewirken.

 

Arbeitsschutzmanagement: die Vorteile des strukturierten Vorgehens

Um den Arbeits- und Gesundheitsschutz in Ihrem Unternehmen zu garantieren und kontinuierlich zu verbessern, empfiehlt sich aufgrund der Komplexität der gesetzlichen Verordnungen immer ein strukturiertes Vorgehen. Denn leider führen viele der Maßnahmen nur dann zum Erfolg, wenn Ihre Organisation eine nachvollziehbare Evaluierung, Analyse, Auswertung und Verbesserung der Tätigkeiten erlaubt.

Um all den gesetzlichen Regelungen und Verordnungen wirklich nachkommen zu können und den Überblick zu behalten, empfiehlt es sich, ein professionelles Arbeitsschutzmanagement einzuführen, das auf einem so genannten Arbeitsschutzmanagementsystem (AMS) basiert.

Ein solches Arbeitsschutzmanagementsystem, zum Beispiel auf Basis der international anerkannten Norm DIN EN ISO 45001, ermöglicht es Ihnen, die vorgeschriebenen Arbeitsschutzregelungen effektiv und systematisch umzusetzen. Gleichzeitig können Sie nachweisen, dass Sie Ihren Verpflichtungen zur sicherheits- und gesundheitsgerechten Organisation Ihres Betriebes und der Arbeitsplätze nachkommen.

 

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ISO 45001 – Planung von Maß­nah­men

Wir in­ter­pre­tie­ren die Norm.

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  • Prozess zur Gefährdungsermittlung 
  • Planung ge­eig­ne­ter Maßnahmen 
  • Maßnahmenhierarchie 

Ziel eines Arbeitsschutzmanagementsystems ist es auch, die Themen Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz in Einklang mit Ihren anderen unternehmerischen Zielsetzungen zu bringen. Denn trotz des Aufwandes, der zwangsläufig mit Einführung eines systematischen Arbeitsschutzmanagements verbunden ist, kann Ihre Wirtschaftlichkeit dadurch nachhaltig gesteigert werden.

Schließlich entstehen durch Berufskrankheit und Arbeitsunfälle hohe Kosten in den Unternehmen. Vor allem in kleineren Betrieben kann es deshalb zu Produktionsausfällen und verzögerten Lieferterminen kommen.

Kosteneinsparungen sind aber bei weitem nicht der einzige Grund, weshalb sich Arbeitsschutzmanagement lohnt. DWeitere Vorteile auf einen Blick:

  • Sie verbessern Ihre Betriebsabläufe und Geschäftsprozesse.
  • Das Image Ihres Unternehmens wird aufgewertet.
  • Die Mitarbeitermotivation ist nachweislich erhöht.
  • Leistungsfähigkeit und Produktivität werden gesteigert.
  • Sie stärken die Identifikation der Mitarbeiter mit Ihrem Unternehmen.
  • Ihre Wettbewerbsfähigkeit wächst.

Genau wie andere Managementsysteme auch folgt die international anerkannte Norm ISO 45001 dem Prinzip des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP). Auch Arbeitsschutz beschränkt sich also nicht auf die Planung und Einführung von Maßnahmen, sondern fokussiert sich auf Ziele. Sie müssen erreicht und fortlaufend angepasst werden, wie zum Beispiel nachhaltige Gesundheit, Motivation und Leistungsstärke.

Arbeitsschutzmanagementsystem einführen

An der Einführung eines Arbeitsschutzmanagementsystems sind fast alle Bereiche im Unternehmen beteiligt. Die Verantwortung für das Managementsystem liegt bei der obersten Leitung, in der Umsetzung sind alle betroffenen Mitarbeiter auf allen Ebenen gleichermaßen gefordert. Wenn Sie ein Arbeitsschutzmanagementsystem nach der Norm ISO 45001 einführen möchten, hat sich folgendes Vorgehen bewährt:

  • Ziele definieren: Sie müssen Ziele zu Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz festlegen und in die Betriebsstruktur und -kultur einbinden. Dazu ist es notwendig, diese Ziele den verantwortlichen Beschäftigten zu vermitteln, um die Grundprinzipien von Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz in den Köpfen zu verankern. Ohne ein „Vorleben“ des Managements und der Führungskräfte geht ein solcher Prozess jedoch nicht vonstatten.
  • Organisation aufbauen: Das Arbeitsschutzgesetz verlangt die Einrichtung einer Organisation, die sich konsequent um das Erreichen der Arbeitsschutzziele kümmert. Dabei ist es die Pflicht des Arbeitgebers, die Aufgaben im Arbeitsschutzmanagement zu verteilen und verantwortliche, fachkundige Personen zu benennen. Mit der Pflichtenüberlassung ist schriftlich geregelt, welche Befugnisse der Einzelne hat.
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DIN ISO 45001 Grund­la­gen

Seminar: Aufbau eines SGA-Ma­nage­ment­sys­tems

In unserem eintägigen Training erfahren Sie alles Wesentliche über DIN ISO 45001:2018. Wir ver­mit­teln Kennt­nis­se zur In­ter­pre­ta­ti­on der Norm und teilen unsere Er­fah­run­gen, wie eine mögliche Um­set­zung erfolgen könnte. Aus dem Inhalt: 

  • Kontext der Or­ga­ni­sa­ti­on und in­ter­es­sier­te Par­tei­en
  • Struk­tu­ren in Ar­beits­si­cher­heit und Prävention
  • Führung und Ver­pflich­tung
  • Ma­nage­ment­be­wer­tung und kontinuierliche Verbesserung

 

  • Arbeitsschutzausschuss: Bei der Umsetzung von Arbeitsschutzanforderungen haben sich in der Praxis Betriebsgruppen bewährt, die unter fachkundiger Begleitung – zum Beispiel eines des Betriebsarztes – an den Umsetzungen der Maßnahmen arbeiten.
  • Festlegen der Ablauforganisation: Durch eine Festlegung der Ablauforganisation können Sie Ihre Initiativen relativ einfach in der Praxis umsetzen.
  • Erfolgsmessung: In regelmäßigen Abständen sind sowohl die Eignung der ergriffenen Maßnahmen als auch deren Angemessenheit und Wirksamkeit zu überprüfen.
    – Hat sich etwas in Ihrem Unternehmen verändert, was die Punkte Arbeits- und Gesundheitsschutz betrifft?
    – Haben diese Veränderungen Einfluss auf die Gesundheit und das Leben Ihrer Mitarbeiter?
    – Reichen die vorgesehenen Arbeitsschutzmaßnahmen aus, um Ihre Mitarbeiter vor Schaden zu schützen oder müssen weitere Schutzmaßnahmen im Unternehmen ergriffen werden?

 

Arbeitsschutzmanagement mit ISO 45001 – System mit Zertifikat

Mit DIN EN ISO 45001, der internationalen Norm für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, können Arbeits- und Gesundheitsschutz wirksam in den Praxisalltag integriert werden. Die Norm formuliert alle Anforderungen, die Ihr Unternehmen in puncto Arbeitsschutzmanagement erfüllen muss. Gleichzeitig gibt sie Ihnen geeignete Instrumente und Maßnahmen für die praktische Umsetzung an die Hand.

ISO 45001 wurde im März 2018 veröffentlicht und löste damit den bisher verwendeten britischen Standard BS OHSAS 18001 im Jahr 2021 vollständig ab. Zwar wurden viele Bereiche der internationalen Norm bereits von OHSAS 18001 abgedeckt. Allerdings gibt es auch deutliche Abweichungen und Ergänzungen.

So rückt mit ISO 45001 die Vergabe von Aufträgen an Subunternehmer und die Auslagerung von Leistungen an externe Unternehmen verstärkt in den Fokus. Damit müssen nicht nur die Beschäftigten der eigenen Organisation in die Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz eingebunden werden, sondern auch externe Mitarbeiter.

Mit einer ISO 45001 Zertifizierung erhalten Sie einen Nach­weis, dass Sie für aus­rei­chend Si­cher­heit am Ar­beits­platz sorgen und damit Ihrer sozialen Ver­ant­wor­tung gerecht werden. Denn Sie be­wei­sen, dass Sie alles un­ter­neh­men, das Risiko für Unfälle, Ver­let­zun­gen und ar­beits­be­ding­te Er­kran­kun­gen Ihrer Beschäftigten nach­weis­lich zu mi­ni­mie­ren.

Wie alle neuen Managementsystemnormen basiert auch ISO 45001 auf der sogenannten High Level Structure (HLS) auf. Sie gibt allen Normen eine einheitliche Grundstruktur und gleichartige Kerninhalte. Das betrifft zum Beispiel den Kontext des Unternehmens. Des Weiteren wird die Verantwortung des oberen Managements besonders hervorgehoben.

Zertifizierungen werden nur durch unabhängige, akkreditierte Prüfstellen wie der DQS durchgeführt. Dabei stellt ein unabhängiger Auditor fest, ob Ihr Unternehmen alle Normanforderungen erfüllt.

 

Gesundheits- und Arbeitsschutz: die Vorteile auf einen Blick

In Deutschland gelten ohnehin schon sehr strenge Arbeitsschutzgesetze. Trotzdem empfiehlt sich die Implementierung eines professionellen Arbeitsschutzmanagementsystems. Das strukturierte Vorgehen, das ein solches Managementsystem ermöglicht, hilft Ihrer Organisationen dabei, die gesetzlichen Vorgaben in die internen Prozesse einzubinden. Auf diese Weise entstehen für Ihr Arbeitsschutzmanagement viele Vorteile:

Sie decken Defizite im Arbeits- und Gesundheitsschutz auf: Ein Arbeitsschutzmanagementsystem hilft dabei, Defizite aufzudecken und zu beheben. Die Zertifizierung dient als unabhängiger, neutraler Nachweis der Prävention von Arbeitsunfällen oder Sicherheitsvorfällen. Das drei Jahre gültige Zertifikat dient als sichtbares Zeichen Ihres Leistungsversprechen.

Stärken Sie die Gesundheit und Motivation Ihrer Mitarbeiter: Mit einem strukturierten Arbeitsschutzmanagement können Sie Ihre Betriebsgesundheit maßgeblich verbessern. Denn die physische und psychische Belastung wird auf ein Minimum gesenkt, was zu höherer Motivation und weniger Krankmeldungen führt.

Sie haben eine höhere Rechtssicherheit: Compliance betrifft auch den Gesundheits- und Arbeitsschutz. Durch eine Zertifizierung nach ISO 45001 können Sie rechtlichen Verpflichtungen besser nachkommen und so Ihre Rechtssicherheit stärken. Denn Sie senken das Haftungsrisiko und die Gefahr von hohen Folgekosten.

Sie erlangen Wettbewerbsvorteile: Durch eine Zertifizierung zeigen Sie nicht nur, dass Ihnen Arbeits- und Gesundheitsschutz wichtig sind, sondern Sie garantieren dadurch auch die Einhaltung wichtiger Standards. Gerade in Zeiten von hohem Fachkräftemangel ist das ein wichtiges Plus als Arbeitgeber im Wettrennen um Fachkräfte.

Sie können Kosten einsparen und Ihre Produktivität erhöhen: Ein strukturiertes Gesundheitsmanagement senkt Ihre Krankenstände signifikant. So können Sie nicht nur Geld sparen, sondern erreichen eine konstante Produktivität mit weniger Betriebsunterbrechungen.

Sie verbessern das Sicherheitsbewusstsein Ihrer Belegschaft: Eine Zertifizierung nach ISO 45001 sensibilisiert Ihre Mitarbeiter für Fragen des Gesundheits- und Arbeitsschutzes. Denn die Norm erfordert die aktive Einbindung der Beschäftigten.

DQS – so können wir Sie unterstützen

Die DQS ist Ihr kompetenter Partner, wenn es um eine Zertifizierung nach DIN ISO 45001 geht. Unsere professionellen Auditoren begleiten Sie mit Erfahrung und Kompetenz durch alle Phasen des Zertifizierungsprozesses – auch bei Kombiaudits von integrierten Managementsystemen. Sie sorgen für eine reibungslose Auditplanung, die effiziente Durchführung der Audits sowie für aussagekräftige Auditberichte.

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Gerne be­ant­wor­ten wir Ihre Fragen

Mit welchem Aufwand müssen Sie rechnen, um Ihr Ma­nage­ment­sys­tem nach ISO 45001 zertifizieren zu lassen? In­for­mie­ren Sie sich.

Setzen auch Sie auf ein durch die DQS zertifiziertes Arbeitsschutzmanagement und somit auf ein besonders effektives Instrument zur Weiterentwicklung Ihres Managementsystems. Auf diese Weise erhalten Sie eine intensivere Kenntnis und ein tieferes Verständnis für Ihre Organisation. Lesen Sie mehr darüber in unserer Auditphilosophie.

Hinweis: Wir verwenden aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum. Die Direktive schließt jedoch grundsätzlich Personen jeglicher Geschlechteridentitäten mit ein, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

Autor
Altan Dayankac

Glo­bal Program Manager und Senior Sus­taina­bi­li­ty Manager der DQS Gruppe und in­ter­na­tio­na­ler Experte für zahl­rei­che Nach­hal­tig­keits-, Klima-, Umwelt- und Ar­beits­si­cher­heits­the­men. Seine Ex­per­ti­se bringt Altan Dayankac zudem als Autor und Mo­de­ra­tor in HSE- und Nach­hal­tig­keits-Ko­mi­tees sowie in ver­schie­de­ne Fach­ver­an­stal­tun­gen ein.

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