Nach­dem Sie beim DQS Kun­den­fo­rum für die Kos­me­tik- und Verbrauchsgüterindustrie schon einen ersten Blick auf die neue Version des IFS HPC Stan­dards werfen konnten, ist die Revision jetzt auch of­fi­zi­ell ab­ge­schlos­sen: Am 13. April 2016 wurde die Version 2 des IFS HPC Stan­dards veröffentlicht.

Die neue Version des IFS Standards tritt am 1. Oktober 2016 in Kraft. Von Oktober 2016 bis zum 1. Januar 2017 haben zertifizierte Standorte noch die Wahl, ob sie die Version 1 oder die Version 2 als Grundlage für die Zertifizierung heranziehen. Ab dem 1. Januar 2017 sind dann nur noch Audits nach der Version 2 möglich.

Wesentliche Änderungen

Die Version 2 des IFS HPC Standards bringt für zertifizierte Standorte einige wesentliche Änderungen mit sich. Dazu zählen unter anderem das angepasste Scoringsystem sowie die Umformulierung und Neustrukturierung von bestimmten Anforderungen. Insgesamt hat sich die Anzahl der Anforderungen um 15 erhöht (237 insgesamt).

Eine der wichtigsten Änderungen ist die Einführung eines neuen Kapitels zum Thema Product Defense. Unter Product Defense versteht man Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von mutwilliger Kontamination oder Verfälschung durch biologische, chemische, physikalische oder radioaktive Stoffe. Bestandteil des Audits wird dieses Kapitel allerdings erst wenn

  • der zertifizierte Standorte seine Produkte in einem Land herstellt, in dem Product Defense gesetzlich geregelt ist, oder in eines solchen Land exportiert, oder
  • bestimmte Kundenanforderungen in Bezug auf Product Defense vorliegen

Weiterhin neu sind fünf Anforderungen in Bezug auf Outsourcing (sofern relevant) sowie die Notwendigkeit des Monitorings für alle Critical Control Points, welches zukünftig ein KO-Kriterium sein wird.

Autor
Dr. Thijs Willaert

Dr. Thijs Willaert ist Global Director Sus­taina­bi­li­ty Ser­vices. In dieser Funktion ver­ant­wor­tet er das gesamte Dienst­leis­tungs­port­fo­lio der DQS rundum ESG. Zu seinem In­ter­es­sens­ge­biet gehören unter anderem nach­hal­ti­ge Be­schaf­fung, men­schen­recht­li­che Sorg­falts­pflich­ten und ESG-Audits. 

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