Computersysteme und Softwaretools finden im gesamten Lebenszyklus von Medizinprodukten breite Anwendung, darunter im Qualitätsmanagement, in der Konstruktion und Entwicklung, in der Produktion, bei der Bearbeitung von Beschwerden, bei der Überwachung nach dem Inverkehrbringen, bei der Erstellung behördlicher Unterlagen sowie bei der Datenanalyse. Wenn diese Systeme regulierte Prozesse unterstützen oder qualitätsrelevante Aufzeichnungen erstellen, müssen Hersteller sicherstellen, dass sie für den vorgesehenen Verwendungszweck geeignet sind und kontrolliert, zuverlässig und rückverfolgbar funktionieren.
Diese Schulung vermittelt Fachleuten aus der Medizinproduktebranche ein praktisches Verständnis der Validierung computergestützter Systeme und der Softwarevalidierung in regulierten Umgebungen. Sie erläutert, wann eine Validierung erforderlich ist, wie Validierungsaktivitäten auf der Grundlage von Risiko und Verwendungszweck skaliert werden sollten und wie Validierungsnachweise so zu dokumentieren sind, dass sie Audits, Inspektionen und die Einhaltung regulatorischer Anforderungen unterstützen.
Die Teilnehmer lernen, wie sie den Verwendungszweck eines computergestützten Systems definieren, dessen Auswirkungen auf die Produktqualität und Patientensicherheit bewerten, Validierungsmaßnahmen planen, Tests durchführen, Änderungen verwalten und den validierten Zustand über den gesamten Lebenszyklus des Systems hinweg aufrechterhalten.
Wichtige behandelte Themen:
• Regulatorische Anforderungen an die Validierung computergestützter Systeme und die Softwarevalidierung im Bereich Medizinprodukte
• Unterschied zwischen der Validierung computergestützter Systeme, der Softwarevalidierung, der Qualifizierung und der Verifizierung
• Verwendungszweck, Systemgrenzen, Auswirkungen auf Prozesse und risikobasierter Validierungsumfang
• Risikobasierte Validierungsplanung und skalierbare Dokumentationsansätze
• Benutzeranforderungen, funktionale Spezifikationen, Konfigurationsspezifikationen und Rückverfolgbarkeit
• Lieferantenbewertung und Verwendung von Herstellerunterlagen
• Installationsqualifizierung, Betriebsqualifizierung, Leistungsqualifizierung und alternative Validierungsansätze
• Validierungstests, objektive Nachweise, Umgang mit Abweichungen und Abnahmekriterien
• Validierung von Tabellenkalkulationen, Datenbanken, eQMS, ERP, Dokumentenmanagementsystemen, Etikettiersystemen und anderen qualitätsrelevanten Tools
• Änderungskontrolle, regelmäßige Überprüfung, Umgang mit Vorfällen, Datensicherung, Zugriffskontrolle und Aufrechterhaltung des validierten Zustands
• Zusammenhänge mit Datenintegrität, elektronischen Aufzeichnungen, elektronischen Signaturen, Cybersicherheit und Anforderungen an den Prüfpfad
• Häufige Lücken und Nichtkonformitäten, die bei Audits und Inspektionen festgestellt werden
• Fallstudien, praktische Beispiele und Frage-Antwort-Runden
Vorteile
• Verstehen, wann die Validierung computergestützter Systeme und die Softwarevalidierung erforderlich sind
• Erlernen der Anwendung eines risikobasierten und auf den Verwendungszweck ausgerichteten Validierungsansatzes
• Unterscheiden zwischen Validierung, Verifizierung, Qualifizierung und Nachweisen von Lieferanten
• Verbessern der Struktur und Qualität der Validierungsdokumentation
• Verstehen, wie der validierte Zustand über den gesamten Systemlebenszyklus hinweg aufrechterhalten wird
• Häufige Auditbefunde in Bezug auf CSV, Softwarevalidierung, Datenintegrität und Änderungskontrolle identifizieren
• Die Konformität qualitätsrelevanter Softwaretools und computergestützter Systeme, die in Medizinprodukteunternehmen eingesetzt werden, stärken
Zertifikat: Die Teilnehmer erhalten eine Teilnahmebescheinigung der DQS MED GmbH
Zielgruppe: Fachleute aus den Bereichen Qualität, Regulatory Affairs, Validierung, Compliance und Audit in der Medizinproduktebranche. QA-Spezialisten, CSV-Spezialisten, Systemverantwortliche, Prozessverantwortliche und IT-Fachleute. Ingenieure, Entwickler sowie Mitarbeiter aus den Bereichen Produktion, Labor und Projektmanagement, die an regulierten Systemen beteiligt sind. Geeignet für Einsteiger und erfahrene Anwender generativer KI in regulatorischen Arbeitsabläufen. Grundkenntnisse im Qualitätsmanagementsystem (QMS) sind von Vorteil; fortgeschrittene Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich.
Moderation/Organisation