Schritt 4: Planen – Termin & Auditplan abstimmen
Wir konnten einen zeitnahen Termin für das SMETA-Audit finden. Kurz darauf hat sich eine Auditorin der DQS gemeldet. Wir sprechen über den Ablauf, den Zugang zu Bereichen und die Anwesenheit der richtigen Rollen. Je nach Vorgabe kann ein Audit angekündigt, halbangekündigt oder unangekündigt sein. Jedes Format hat seine Logik – das Verfahren bleibt dasselbe.
Schritt 5: Audittag – vor Ort, mittendrin
Am Tag des Audits läuft der Betrieb wie immer. Wir starten mit einer Eröffnungssitzung. Danach geht es durch die Bereiche, es gibt Interviews mit Betriebsrat, Mitarbeitenden und Management, eine Dokumentenprüfung und am Ende eine Abschlussbesprechung. Worauf ich besonders geachtet habe:
● Zugang: Bereiche, Unterlagen, Ansprechpersonen – alles muss erreichbar sein.
● Datenschutz: Einsicht in Personalunterlagen erfolgt nur mit Einwilligung; der Bericht enthält keine personenbezogenen Angaben.
● Integrität: Höflich bleiben, aber keine Geschenke, keine Gefälligkeiten – klare Linie.
Schritt 6: Bericht & Abhilfemaßnahmen
Die Ergebnisse sind nüchtern festgehalten. Wo Abweichungen stehen, braucht es nachvollziehbare Maßnahmen – und Nachweise, dass diese wirken. Manchmal reicht ein Dokumenten-Follow-up, manchmal kommt noch ein Besuch. In unserem Fall müssen lediglich zwei Dokumente nachgereicht werden.
Schritt 7: Mit unserem Kunden teilen
Sobald der Bericht vorliegt, laden wir ihn auf der Sedex-Plattform hoch und entscheiden, wer Einblick bekommt. Unser größter Kunde bekommt direkt nach der Freigabe wie gewünscht unsere Ergebnisse mitgeteilt. Dass wir die Ergebnisse wiederverwenden können, ist praktisch, denn das spart allen Beteiligten zusätzlichen Aufwand und Kosten für den Fall, dass noch weitere Kunden ein SMETA-Audit anfragen.
Wie sich das angefühlt hat
Kurz vor den Mitarbeitenden-Interviews war ich nervös. Danach eher erleichtert. Der Blick in den Auditbericht hat mir gezeigt: Offen geführte Gespräche und nachvollziehbare Unterlagen ergeben ein transparentes Bild, das die Bedingungen am Standort wiedergibt. Dass SMETA ohne „Pass/Fail”-Label auskommt, schärft den Blick für das Wesentliche und hält die Darstellung differenziert.