Das Wort Effektivität wird in der in­ter­na­tio­na­len Norm ISO 9000 mit dem deut­schen Wort Wirk­sam­keit belegt und wie folgt de­fi­niert:

„Ausmaß, in dem geplante Tätigkeiten ver­wirk­licht und geplante Er­geb­nis­se erreicht werden“

DIN EN ISO 9000:2015-11 – Qualitätsmanagementsysteme – Grund­la­gen und Be­grif­fe

Diese Definition gibt Raum für die Beurteilung geplanter Tätigkeiten und ihrer Ergebnisse als

  • weniger wirksam,
  • sehr wirksam,
  • zu 80 % wirksam etc.

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass eine Maßnahme nur dann tatsächlich effektiv (also wirksam) ist, wenn das geplante Ergebnis vollumfänglich in der gewünschten Qualität erreicht wird.

Entscheidend ist also, was als geplantes Ergebnis ausgegeben wird: Lautet die Vorgabe zum Beispiel 95 % Fehlervermeidung, dann sind Maßnahmen, die diese Vorgabe erreichen, effektiv. Lautet die Vorgabe 98 % Fehlervermeidung, sind dieselben Maßnahmen voraussichtlich nicht effektiv genug. Die Effektivität einer Maßnahme, die zu geplanten Ergebnissen führt, ist allerdings wenig aussagekräftig, wenn nicht auch ihre Effizienz betrachtet wird.

Autor

Ute Dröge

In ihrer Rolle als langjährige Au­di­to­rin und Norm­ex­per­tin ist Ute Dröge eine zentrale An­sprech­part­ne­rin für den Großkundenbereich der DQS. Ihre um­fas­sen­de Ex­per­ti­se er­streckt sich über diverse Branchen und kon­zen­triert sich auf die Schwer­punk­te Qualität, Umwelt, Ar­beits­si­cher­heit und En­er­gie­ma­nage­ment. Im Rahmen der DQS Academy wird ins­be­son­de­re das um­fang­rei­che Fach­wis­sen der er­fah­re­nen Mo­de­ra­to­rin und Trai­ne­rin geschätzt.

 

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