Das Thema Lebensmittelbetrug hat in den letzten Jahren rasch an Bedeutung gewonnen: Nahezu alle Standards für Lebensmittelsicherheit fordern mittlerweile ein System zur Bekämpfung von Betrug. Doch nicht nur Lebensmittel, sondern auch Packmittel können betroffen sein. In einem Leitfaden hat der IFS zusammengefasst, wie Unternehmen die Anforderungen in Bezug auf Produktbetrug der diversen IFS Standards einhalten können.
Was mit “Food Fraud” gemeint ist, müssen wir Ihnen wahrscheinlich nicht mehr erklären. In allen GFSI-anerkannten Standards für Lebensmittelsicherheit ist der Begriff kaum noch wegzudenken. Aber die Diskussion geht über die Lebensmittelindustrie hinaus. Auch bei Packmitteln und sonstigen Produkten besteht ein Betrugsrisiko. Der Begriff „Produktbetrug“ (im Englischen „Product Fraud“) wird deshalb als Oberbegriff verwendet.
Die Anforderungen verstehen
Der Leitfaden stellt keine neuen Anforderungen an zertifizierte Standorte, sondern erläutert und veranschaulicht die bereits bestehenden Anforderungen der oben genannten Standards. Im Wesentlichen fordern die Standards drei Punkte:
- Eine Schwachstellenbewertung („Vulnerability Assessment“), um Betrugsrisiken zu ermitteln
- Die Umsetzung eines dokumentierten Plans zur Bekämpfung von Produktbetrug, inklusive Kontrollmechanismen
- Eine regelmäßige Evaluation und ggf. Aktualisierung der Risikoanalyse und des Plans
In den Standards ist allerdings nicht näher definiert, wie eine Schwachstellenbewertung durchgeführt werden sollte. Auch für den Plan zur Bekämpfung von Produktbetrug ist nicht festgelegt, wie der Plan aufgesetzt werden sollte.