Am 3. Juni 2019 ist die Neuauflage von FSSC 22000 erschienen. Mitauslöser für die Revision ist die Einführung der Norm ISO 22000: 2018. Diese fungiert als Grundlage für die von der GFSI anerkannte Zertifizierung. Die neue Version von FSSC 22000 bringt insbesondere strukturelle Änderungen mit sich.
Zunächst möchten wir Ihnen einen Einblick in Bezug auf den Aufbau von FSSC 22000 geben. Die Norm setzt sich aus drei Komponenten zusammen: ISO 22000, PRPs und den zusätzlichen FSSC 22000 Anforderungen. Die internationale Norm ISO 22000 bildet die Struktur von FSSC 22000 und skizziert die Anforderungen in Bezug auf die Entwicklung, Implementierung und Aufrechterhaltung des Lebensmittelsicherheits-Systems. Die Anforderungen sind im Standard ISO 22000:2018 festgeschrieben.Aus diesem Grund hat die Aktualisierung von ISO 22000 auch einen maßgeblichen Einfluss auf FSSC 22000. Mit den sektorspezifischen Präventivprogrammen (PRPs) stellt FSSC 22000 die verbindliche Anwendung von technischen Spezifikationen sicher. So soll die Prävention und/oder Reduktion von Kontaminationen in den Produkten, der Produktentwicklung und der Arbeitsumgebung vereinfacht werden. Die Anforderungen hierfür sind in den ISO/TS 22002-x series, im NEN/NTA 8059 und/oder im BSI/PAS 221 Standard festgeschrieben. Die zusätzlichen Anforderungen von FSSC 22000 betreffen die Themen Servicemanagement, Produkt-Etikettierung, Lebensmittelschutz und Food Fraud Prävention.
In der neuen Version 5 gibt es ein freiwilliges Qualitätsmanagementmodul. Die integrierbaren Elemente von ISO 9001 werden in diesem Modul in die FSSC 22000 Zertifizierung mit aufgenommen. So kann eine Lebensmittelsicherheitsmanagement-Zertifizierung zusammen mit einer Qualitätsmanagement Zertifizierung durchgeführt werden.