Sie emp­fin­den den En­er­gie­ver­brauch in Ihrem Un­ter­neh­men bzw. Ihrer Or­ga­ni­sa­ti­on als zu hoch? Sie wollen diese Kosten un­be­dingt senken? Oder wirbt Ihr Wett­be­wer­ber er­folg­reich mit seinem per­fek­ten En­er­gie­ma­nage­ment und überzeugt damit leider auch Ihre Kunden? Viel­leicht möchten Sie auch einen Beitrag zum Um­welt­schutz leisten und Ihre CO2-Emis­sio­nen senken? Die Einführung eines pro­fes­sio­nel­len En­er­gie­ma­nage­ment­sys­tems kann Ihnen in all diesen Punkten wei­ter­hel­fen. Im Fol­gen­den erfahren Sie, was sich genau hinter dem En­er­gie­ma­nage­ment­sys­tem verbirgt und welche Vorteile es hat.

Energiemanagement ist ein wichtiger Bestandteil der unterschiedlichen Energieeffizienz-Strategien der Europäischen Union und der Bundesregierung. Durch ihren Einsatz gelangt wertvolles Know-how direkt in die Unternehmen. Denn mithilfe der darin aufgeführten Maßnahmen können Sie Ihr Energieeinsparpotenzial erkennen, den Energieverbrauch deutlich senken und die Energieeffizienz steigern. Durch die teilweise enormen Kostenentlastungen, die durch ein systematisches Energiemanagement entstehen, können Sie Ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern.

Viele Unternehmen setzen dafür inzwischen auf die international anerkannte Norm ISO 50001:2018. Mithilfe der Vorgaben, die Ihnen die Norm an die Hand gibt, können Sie in Ihrer Organisation systematisch alle Maßnahmen überwachen und verbessern, die zu einem effizienteren Energieeinsatz führen.

Erfahren Sie im Folgenden, welche Vorteile es hat, wenn Sie ein professionelles Energiemanagementsystem implementieren, wie Sie Einsparpotenziale identifizieren und wer Ihnen hilft, wenn Sie Ihre erfolgreichen Bemühungen diesbezüglich zertifizieren lassen möchten.

Was ist ein Energiemanagementsystem? Eine Definition

Durch ein Energiemanagementsystem, kurz auch EnMS genannt, machen Sie das Thema Energiesparen zu einem Ihrer wichtigsten Nachhaltigkeitsziele. Denn durch die Implementierung eines Energiemanagementsystem können Sie Ihren Energieverbrauch genau analysieren, gezielte Maßnahmen für dessen Optimierung einleiten und diese kontinuierlich weiterentwickeln. Richtig eingesetzt, können Sie auf diese Weise Ihren Energieverbrauch – und damit auch Ihre Kosten und den CO₂-Ausstoß – senken.

Hierfür ist es nötig, sämtliche Informationen zu Betriebs-, Verbrauchs- und Kostendaten wie Strom-, Gas- oder Fernwärme-Rechnungen zu sammeln und (normalerweise automatisiert) zu erfassen. Diese Energieanalyse liefert Ihnen die Grundlage für die konkreten Energiesparziele im Hinblick auf Verbrauch und Kostenreduzierung. So können Sie sich beispielsweise als Ziel setzen, zehn Prozent Ihres Stroms in den kommenden Jahren einzusparen.

Weil jedes Unternehmen unterschiedliche Voraussetzungen mitbringt, hängt die Gestaltung eines Energiemanagementsystems in der Praxis von den jeweiligen Gegebenheiten ab.

Es gibt diverse Maßnahmen, die ein professionelles Energiemanagement umfasst. Einige Möglichkeiten finden sie hier:

  • Planung: Dies umfasst zum Beispiel die Analyse Ihres Energieeinsatzes, die Anpassung Ihrer Betriebszeiten oder auch die Identifikation der Maschinen mit hohem Verbrauch.
  • Organisatorische Maßnahmen: Gegebenenfalls ist es nötig, Änderungen im Arbeitsablauf vorzunehmen. Hin und wieder müssen sich auch Ihre Mitarbeiter im Umgang mit Energie sparsamer verhalten – Schulungen und kontinuierliche Motivation zum Energiesparen können hier Wunder wirken. Aber auch durch die Instandhaltung und regelmäßige Wartung von Maschinen kann Ihr Unternehmen Einiges an Energie einsparen.
  • Lastmanagement: Ein effizientes Lastmanagement regelt Ihre Stromabnahme optimal und verhindert so kostenintensive Lastspitzen. Hierbei werden die Kurven Ihres Stromverbrauchs aufgezeichnet (Grundlast, Mittellast, Spitzenlast). Hohe Lastspitzen zur Hauptlastzeit sind teuer. Wenn Sie diese identifizieren, können Sie gegensteuern.
  • Technische Maßnahmen: Überprüfen Sie, beispielsweise, den Einsatz von Wärmerückgewinnung, nehmen Sie die Regelung und Steuerung von Anlagen unter die Lupe, oder setzen Sie energieeffiziente Motoren ein.

Wenn Sie die jeweils für Sie relevanten Faktoren stets im Blick behalten, lässt sich die gesamte Infrastruktur Ihrer Organisation energieeffizient gestalten. Sie erhalten einen besseren Überblick über Ihre Prozesse und den damit verbundenen Energieverbrauch und können dadurch schneller und nachhaltiger Maßnahmen zur Verbesserung ableiten.

Unterstützung liefert Ihnen dabei die internationale Norm ISO 50001, da sie Organisationen jeder Größe und Branche alle relevanten Anforderungen an ein effizientes Energiemanagement vorgibt. Nicht nur Großkonzerne, auch kleine und mittlere Unternehmen profitieren von einer systematischen Verbesserung der energiebezogenen Leistung. Wenn Sie alle Anforderungen der Norm erfüllen, können Sie Ihr Energiemanagementsystem – beispielsweise vom Audit- und Zertifizierungsspezialisten DQS – zertifizieren lassen.

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En­er­gie­ma­nage­ment mit System

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Was ist ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001?

Mit der Norm ISO 50001 wurde im Jahr 2011 ein internationaler Standard für Energiemanagementsysteme geschaffen. Die Managementsystemnorm ist auf keine spezielle Branche ausgerichtet und kann bei unterschiedlichsten Organisationen, Behörden und Unternehmen jeder Größe eingesetzt werden.

In Deutschland setzen knapp 7.000 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 ein. Weltweit sind es knapp 28.000 Unternehmen mit einem Zertifikat nach ISO 50001 (Quelle: ISO Survey 2021). Rund 2.700 nutzen alternative Energieeffizienzsysteme. Allerdings besteht noch immer ein großer Nachholbedarf.

Bei der Umsetzung der Norm ist es die Aufgabe Ihrer Organisation, die Anforderungen der Norm auf die eigenen Bedürfnisse zuzuschneiden, Maßnahmen umzusetzen und das Managementsystem fortlaufend zu verbessern. Dafür müssen Sie interne und externe Themen bestimmen, die einen Einfluss auf Ihr Energiemanagement haben können, und die Erwartungen Ihrer interessierten Parteien verstehen.

Nach einer umfassenden Revision wurde die internationale Energiemanagementnorm am 21. August 2018 neu veröffentlicht. Die deutsche Version DIN EN ISO 50001:2018-12 ist im Dezember 2018 im Beuth Verlag erschienen.

DIN EN ISO 50001:2018-12 Energiemanagementsysteme – An­for­de­run­gen mit An­lei­tung zur An­wen­dung; Deutsche Fassung EN ISO 50001:2018

Dieses Dokument legt An­for­de­run­gen für die Einführung, Um­set­zung, Wartung und Ver­bes­se­rung eines En­er­gie­ma­nage­ment­sys­tems (EnMS) fest.

Neben der Einführung der so genannten „High Level Structure“, die ein hohes Maß an Kompatibilität mit anderen Managementsystemnormen, beispielsweise der Umweltnorm ISO 14001, sicherstellt, legt die neue Fassung noch mehr Wert auf eine optimale Nutzung Ihrer energieverbrauchenden Anlagen und eine effizientere Energienutzung innerhalb Ihrer gesamten Prozesskette.

Zudem bietet die überarbeitete Norm mehr Klarheit in folgenden Punkten:

  • größerer Fokus auf der Bewertung und Ausrichtung auf energieintensive Bereiche (Significant Energy Use / SEU)
  • stärkere Einbindung der obersten Leitung
  • intensive Betrachtung von Risiken und Chancen
  • präzisere Energieplanungsprozesse, Energieleistungskennzahlen (EnPI) und die energetische Ausgangsbasis (EnB), um eine fortlaufende Verbesserung erreichen zu können

Darüber hinaus enthält die Energiemanagementnorm eine Reihe genauer Definitionen wie zum Beispiel des Schlüsselbegriffs „Verbesserung der energiebezogenen Leistung” (energy performance improvement).

 

Was ist der PDCA-Zyklus?

Auch ISO 50001 basiert auf dem als PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) bekannten fortlaufenden Verbesserungsprozess, der von jedem Unternehmen – unabhängig von Art und Größe – angewendet werden sollte. Es genügt also nicht, wenn Sie einmal ein Energiemanagementsystem implementieren. Ihr Ziel muss dessen fortlaufende Verbesserung und Kontrolle sein.

Diese Vorgehensweise wird durch das so genannte PDCA-Modell realisiert. Die Phasen greifen ineinander und sorgen so für ständige Bewegung und Verbesserung.

  • Plan: Am Anfang steht immer eine energetische Bewertung. Hier legen Sie Ihre Ausgangsbasis samt Energieleistungskennzahlen (Energy Performance Indicators – EnPIs), strategischen und operativen Energiezielen und Ihr Vorgehen fest. Hier wird sozusagen der Energiekonsum der verschiedenen Unternehmensbereiche ermittelt. Diese Daten bilden die Grundlage für die folgenden Verbesserungsprozesse und ermöglichen es, Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz zu identifizieren.
  • Do: In dieser Phase handeln Sie. Sie visieren Verbesserungen an und setzen diese um. Auf Basis der Ergebnisse der energetischen Bewertung legen Sie Indikatoren und Ziele für die Energieleistung fest und erstellen Aktionspläne, mit denen Sie die Ziele für die Verbesserung Ihrer Energy Performance erreichen können.
  • Check: Wichtig ist es, die in der „Do“-Phase ausgeführten Pläne zum Thema Energiemanagement immer wieder auf ihre Effektivität zu überprüfen. Dazu werden nun Kernprozesse, die für die energiebezogene Leistung von Bedeutung sind, überwacht und gemessen. Vergleichen Sie dann die Ergebnisse mit den vorher festgelegten Zielen.
  • Act: Schlüsseln Sie die ständigen Messungen in Reports auf. So erhalten Sie die Basis für weitere Schritte, um Ihr Energiemanagementsystem zu verbessern.
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Schu­lung: ISO 50006 und ISO 50015 in der Praxis

Nach der Schulung wissen Sie, wie Sie die fort­lau­fen­de Ver­bes­se­rung der en­er­gie­be­zo­ge­nen Leistung in Ihrem En­er­gie­ma­nage­ment­sys­tem zielführend anwenden und nutzen können. Aus dem Inhalt: 

  • Energetische Aus­gangs­ba­sen und En­er­gie­leis­tungs­kenn­zah­len
  • Fort­lau­fen­de Ver­bes­se­rung der en­er­gie­be­zo­ge­nen Leis­tung
  • We­sent­li­che En­er­gie­ver­brau­cher (SEU) und re­le­van­te Ein­fluss­fak­to­ren
  • Prak­ti­sche Bei­spie­le und deren An­wen­dung

Warum ist Energiemanagement nach ISO 50001 sinnvoll?

Da Nachhaltigkeit im Unternehmensalltag immer mehr an Bedeutung gewinnt, wächst auch das Interesse an professionellen Energiemanagementsystemen kontinuierlich. Schließlich kommt die Einsparung von Energie und CO₂ in hohem Maße auch unserem Klima und unserer Umwelt zugute.

In den vergangenen Jahren ist bereits ein deutlich geändertes Verbrauchsverhalten zu erkennen. Nicht nur aufgrund hoher Stromrechnungen setzen die meisten Organisationen inzwischen auf moderne Maschinen und Anlagen mit einem geringeren Energieverbrauch. Die im Dezember 2021 veröffentlichte Norm DIN EN 17463 bietet Unternehmen dabei eine zuverlässige, praxisorientierte Methode zur Wirtschaftlichkeitsberechnung ihrer energiebezogenen Investitionen.

Insgesamt ist eine effiziente Infrastruktur gefragt. In einigen Industrie- und Gewerbezweigen mit sehr hohem Stromverbrauch sind Firmen ohne effizienten Energieeinsatz nicht mehr wettbewerbsfähig.

Wer zusätzlich auf ein effizientes Energiemanagementsystem setzt, kann die Energiekosten weiter senken und damit die eigene Liquidität steigern. Das Betriebsergebnis Ihres Unternehmens wird folglich insgesamt verbessert. Denn Sie erhalten einen besseren Überblick über Prozesse und Verbräuche und können dadurch schneller und nachhaltiger Maßnahmen zur Verbesserung ableiten.

Mit einer ISO 50001 Zertifizierung können Sie außerdem Ihren bestehenden oder potenziellen Kunden und Partnern das Vertrauen geben, dass Ihre Organisation äußerst energieeffizient und klimaschonend arbeitet. Dies stärkt das Vertrauen zu Ihrem Unternehmen und gleichzeitig Ihr Image in der Öffentlichkeit. Ein weiterer Vorteil: Unter Umständen können Sie sich mit einer Zertifizierung finanzielle Vorteile sichern, da sie steuerliche Vergünstigungen in Anspruch nehmen können.

 

Gesetze, Steuern und Förderungen – Ihr Energiemanagement, Ihre Verpflichtungen und Ihre Vorteile 

Generell sind Unternehmen nicht gesetzlich verpflichtet, ein wirksames Energiemanagement einzusetzen. Allerdings verpflichtet das Gesetz alle Nicht-KMU (mehr als 250 Beschäftigten oder einem Jahresumsatz von 50 Millionen Euro und mehr) zur Durchführung eines Energieaudits nach DIN EN 16247-1. Dieses muss mindestens alle vier Jahre wiederholt werden. Alternativ können Organisationen ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 einführen, was sich oft als Lohnender erweist.

 

Energieaudit versus Energiemanagementsystem

Das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) machte im Jahr 2015 Energieaudits erstmals für Nicht-KMUs zur Pflicht. Dieses Energieaudit muss mindestens alle vier Jahre erfolgen. Eine Ausnahme gilt für Unternehmen, die über ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 verfügen. Diese sind nicht mehr zum Energieaudit verpflichtet.

Aber wo genau liegt der Unterschied?

  • Energieaudit: Beim Energieaudit wird Ihr Energieeinsatz und Ihr Energieverbrauch systematisch inspiziert und analysiert. Darunter fallen sowohl Anlagen, Gebäude als auch Systeme mit dem Ziel, Ihre Energieflüsse und das Potenzial für Optimierungen zu erkennen und über diese zu berichten. 
    Allerdings ist die DIN EN 16247-1 keine Managementsystemnorm und ermöglicht demnach auch keine Zertifizierung. Ein Energieaudit hilft Ihnen lediglich, den Ist-Zustand Ihres Energieverbrauches zu bewerten. Es leitet aber keinen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in die Wege.
  • Energiemanagementsystem: Laut ISO 50001 ist ein Energiemanagementsystem „die Gesamtheit miteinander zusammenhängender oder interagierender Elemente zur Einführung einer Energiepolitik und strategischer Energieziele, sowie Prozesse und Verfahren zur Erreichung dieser strategischen Ziele“.

Die Einführung eines wirksamen EnMS liefert Ihnen somit eine sichere und planbare Hilfestellung, um sämtliche Anforderungen des EDL-G zu erfüllen. Auch aus steuerlichen Gründen lohnt die Einführung eines Managementsystems mehr als die Durchführung eines Energieaudits. Denn nach §55 Energiesteuergesetz bzw. §10 Stromsteuergesetz können Nicht-KMU des produzierenden Gewerbes von einer Steuerentlastung nur dann profitieren, wenn sie ein zertifiziertes Energiemanagementsystem im Einsatz haben.

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En­er­gie­au­dit oder ISO 50001?

Was macht für Ihr Un­ter­neh­men mehr Sinn? Pro­fi­tie­ren Sie von unserem Ex­per­ten­wis­sen im DQS Blog.

Finanzielle Entlastung durch ein zertifiziertes Energiemanagementsystem 

Durch ein professionelles Energiemanagement System sparen Sie nicht nur Energiekosten. Der Gesetzgeber fördert darüber hinaus gezielt Ihr Engagement zur Senkung Ihres Energieverbrauchs.

Deshalb ist es vor allem für energieintensive Unternehmen durchaus lohnend, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, um finanzielle Entlastungen in Anspruch nehmen zu können. Hierbei gilt es immer, feste Fristen und Termine einzuhalten. Nur so können Sie folgende Vergünstigungen bei Umlagen und Abgaben in Anspruch nehmen.

Besondere Ausgleichsregelung

Besonders das produzierende Gewerbe kann von der besonderen Ausgleichsregelung profitieren. Diese sieht vor, dass stromkostenintensive Unternehmen nur eine reduzierte EEG-Umlage zahlen müssen. Die EEG-Umlage dient zur Finanzierung des Ausbaus der erneuerbaren Energien und ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt. Diese Ausnahmeregelung gilt jedoch nur für stromkostenintensive Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen.

Wer Vergünstigungen durch die besondere Ausgleichsregelung nach den §§63 ff. des EEG beantragen möchte, muss inzwischen eine Zertifizierung seines Energiemanagementsystem nach ISO 50001 oder eines Umweltmanagementsystems gemäß EMAS nachweisen. Der Antrag zur Ausgleichsregelung muss bis 30.06. eines jeden Jahres beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden.

Stromsteuer-Spitzenausgleich

Unternehmen des produzierenden Gewerbes mit hohem Energieverbrauch können über den sogenannten Stromsteuer-Spitzenausgleich (SpaEfV) einen Teil ihrer bezahlten Stromsteuer zurückerhalten. Auch dafür müssen die Unternehmen ein zertifiziertes EnMS vorweisen können. Bei KMU reicht auch ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 aus. Die anforderungskonforme Durchführung des Energieaudits muss aber auch durch eine Konformitätsbewertungsstelle wie die DQS bestätigt werden.

Wer bereits an solchen Energieaudits teilnimmt, kann jederzeit über eine mögliche Neuorientierung in Richtung der internationalen Norm DIN ISO 50001 nachdenken. Denn nur ein systematisches Energiemanagement kann auch langfristig einer immer strengeren Energiepolitik gerecht werden – und damit natürlich auch dem Energiedienstleistungs-Gesetz (EDL-G).

 

Energiemanagement: Die Vorteile auf einen Blick 

  • Reduktion des CO₂-Ausstoßes
  • Effektiver Beitrag zum Klima- und Umweltschutz
  • Dauerhaft niedrigere Energiekosten
  • Erschließung vieler ungenutzter Energieeffizienzpotenziale
  • Steigerung des Vertrauens bei Kunden und Partnern
  • Regelmäßige Überprüfung des Systems durch geschulte, externe Auditoren
  • Optimale Vorbereitung auf eventuelle Gesetzesverschärfungen
  • Sicherung einer funktionierenden Energiebeschaffung
  • Sensibilisierung Ihrer Mitarbeiter zum Thema Energieverbrauch- und Effizienz
  • Ein ethisch einwandfreies, dabei glaubwürdiges Image
  • Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit
  • Erschließen neuer Märkte
  • Vermeidung von Bußgeldzahlungen
  • Finanzielle Vorteile durch den Spitzenausgleich bzw. die besondere Ausgleichsregelung

Neuer Leitfaden zur phasenweisen Einführung eines EnMS

Die Einführung eines umfassenden Energiemanagementsystems ist mit einem gewissen Aufwand verbunden, weshalb sich gerade kleine und mittlere Unternehmen oft davor scheuen. Seit September 2021 liegt mit ISO 50005 ein Leitfaden vor, der einen einfachen und schrittweisen Einstieg in das Energiemanagement ermöglicht. 

Der nicht zertifizierbare Leitfaden enthält eine Vielzahl von Hilfestellungen und Umsetzungsbeispielen, die Unternehmen dabei unterstützen, ihren Energieeffizienzstatus zu ermitteln und Maßnahmen zur Verbesserung umzusetzen.

DQS - Das können Sie von uns erwarten

Das Ziel der Einführung eines wirksamen Energiemanagementsystems ist die abschließende Zertifizierung. Noch bevor es aber zur eigentlichen ISO 50001 Zertifizierung kommt, können Sie Ihre Anstrengungen in einem sogenannten Voraudit einer Begutachtung unterziehen. Dabei untersucht ein DQS-Auditor, ob Ihr Energiemanagement bereits alle Normanforderungen abdeckt und ob Sie die Zertifizierung erreichen können. Dieses Vorgehen ist immer dann sinnvoll, wenn Sie Ihr Managementsystem ohne die Mithilfe eines Beraters aufgebaut haben.

Mit unserer Erfahrung aus mehr als 35 Jahren und der Expertise von weltweit über 2.800 Auditoren sind wir ein vertrauensvoller Partner an Ihrer Seite, wenn es um Audits und Zertifizierungen von Managementsystemen geht. Unsere branchenerfahrenen Auditoren begleiten Sie professionell und kompetent durch den gesamten Zertifizierungsprozess. Außerdem sorgen sie für eine reibungslose Auditplanung, die Durchführung der Audits sowie für aussagekräftige Auditberichte.

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ISO 50001-Zer­ti­fi­zie­rung

Mit welchem Aufwand müssen Sie bei einer Zer­ti­fi­zie­rung rechnen? In­for­mie­ren Sie sich kos­ten­frei und un­ver­bind­lich.

Unparteilichkeit und Objektivität sind für uns stets wesentliche Elemente bei der Durchführung der Audits und Zertifizierungen. Kennzeichnend für alle DQS-Audits ist, dass ein unabhängiger Branchenexperte einen genauen Blick auf Ihr Managementsystem und die dazugehörigen Prozesse wirft. Auf diese Weise erhalten Sie eine intensivere Kenntnis und ein tieferes Verständnis für Ihre Organisation.

Um das Vertrauen in unsere Leistungen zu stärken, beziehen wir stets folgende Grundlagen in unsere Zertifizierungen mit ein:

  • Vertraulichkeit
  • Kompetenz
  • Offenheit
  • Verantwortung
  • Unparteilichkeit
  • Empfänglichkeit bei Beschwerden
  • Ethische Geschäftspraktiken

Mehr dazu in unserer Auditphilosophie.

Bitte beachten Sie: Unsere Beiträge, Auditleitfäden und sonstige Inhalte werden ausschließlich von unseren hausinternen Experten für Managementsysteme und langjährigen Auditoren verfasst. Sollten Sie Fragen an den Autor zu den Inhalten haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen.

Hinweis: Wir verwenden aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum. Die Direktive schließt jedoch grundsätzlich Personen jeglicher Geschlechteridentitäten mit ein, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

Autor
Tyrone Adu-Baf­four

Der Dipl.-In­ge­nieur Um­welt­tech­nik blickt auf mehr als 10 Jahre Er­fah­rung als Pro­jekt­in­ge­nieur für En­er­gie­ef­fi­zi­enz und En­er­gie­ma­nage­ment sowie im Bereich Sus­taina­bi­li­ty zurück. Er ist DQS-Norm­ex­per­te und Pro­dukt­ma­na­ger für Energie- und Kli­ma­ma­nage­ment sowie Auditor für die Re­gel­wer­ke ISO 9001, ISO 14001 und ISO 50001. Zusätzlich ist er in zwei DIN-Gre­mi­en ver­tre­ten, welche beide zum DIN-Nor­men­aus­schuss "Grund­la­gen des Um­welt­schut­zes (NAGUS)" gehören. Zum einen handelt es sich um den Ar­beits­aus­schuss NA 172-00-19 AA "Kli­ma­wan­del" und zum anderen ist er in dem Arbeitskreis NA 172-00-19-04 AK "Treib­haus­gas­emis­sio­nen von Trans­por­t­ope­ra­tio­nen (Güter und Per­so­nen)" tätig.

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ISO 50005 – Ein­füh­rung eines En­er­gie­ma­nage­ment­sys­tems