Energiebezogene Investitionen sind in ISO 50001 kein Thema
Investitionen in energieeffizientere Maschinen und Ausrüstungen erfolgen meist aus gutem Grund: Bestehende Technik ist veraltet und entspricht nicht mehr dem aktuellen Stand.
Einen zentralen Impuls für solche Aufwendungen liefern häufig interne und externe Audits nach der international anerkannten Norm für Energiemanagement ISO 50001. Denn die fortlaufende Verbesserung der energetischen Leistung – eine Kernanforderung der Norm – ist häufig nur über die Anschaffung moderner, entsprechend sparsamer und effizienter Maschinen und Technik erreichbar.
Die Frage, ob dieses Vorgehen am Ende auch wirtschaftlich ist, muss indes jedes Unternehmen für sich selbst beantworten. Die Energienorm macht dazu keine konkreten Vorgaben – abgesehen von einer eher vagen Formulierung im Kapitel A.10 "Verbesserung". Dort heißt es sinngemäß: „Häufigkeit, Umfang und Zeitrahmen der Maßnahmen zur Unterstützung der fortlaufenden Verbesserung [wird] von der Organisation in Anbetracht ihres Kontexts, wirtschaftlicher Faktoren und anderer Umstände bestimmt“.
Entsprechend unterschiedlich bewerten Unternehmen die Wirtschaftlichkeit ihrer Energieinvestitionen – immer in Abhängigkeit von ihren spezifischen Anforderungen an die Energieeffizienz. Unter bestimmten Umständen sind Organisationen jedoch verpflichtet, ein standardisiertes Vorgehen anzuwenden.
Das gilt insbesondere bei der Nutzung staatlicher Förderprogramme oder beim Überschreiten gesetzlich definierter Energieverbrauchsgrenzen. Dann müssen sie ihre Energiewirtschaftlichkeitsberechnungen anhand eines darauf spezialisierten Standards nachweisen: durch die Anwendung der Norm DIN EN 17463 (VALERI).
Das Apronym VALERI, manchmal auch ValERI, steht für „Valuation of Energy Related Investments“, auf Deutsch: Bewertung energiebezogener Investitionen.