Nutzen und Grenzen von Audits im Kontext menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten (CSDDD und EUFLR)

Sozialaudits sind für viele Unternehmen ein etabliertes Instrument im Lieferkettenmanagement. Mit steigenden Anforderungen an menschenrechtliche Sorgfaltspflichten rückt jedoch eine zentrale Frage in den Fokus:
Welchen konkreten Beitrag können Sozialaudits und insbesondere Sedex SMETA tatsächlich leisten – und wie lassen sie sich sinnvoll in wirksame Prozesse integrieren?

Unternehmen stehen zunehmend vor der Herausforderung, Risiken nicht nur formal zu erfassen, sondern belastbare Erkenntnisse für Steuerung und Verbesserung zu gewinnen. Gleichzeitig zeigt die Praxis: Der Mehrwert von Sozialaudits hängt stark davon ab, wie sie konzipiert, durchgeführt und weiterverwendet werden.

In diesem Webinar beleuchten DQS und Sedex, wie Sozialaudits im Kontext menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten sinnvoll eingesetzt werden können – mit dem Ziel, ihre Aussagekraft zu stärken und ihren Nutzen in der Praxis zu maximieren.

Inhalte

  • Welche regulatorischen Erwartungen durch SMETA-Audits unterstützt werden können – und welche eindeutig über deren Anwendungsbereich hinausgehen
  • Wie Auditfeststellungen im Kontext der CSDDD‑ und EUFLR‑Compliance als Nachweise genutzt werden können (und wo ihre Grenzen liegen)
  • Die sich wandelnde Rolle von Abhilfemaßnahmen, Lieferanteneinbindung und Beschwerdemechanismen
  • Warum Unternehmen möglicherweise neu darüber nachdenken müssen, wie Audits beauftragt, interpretiert und nachverfolgt werden
  • Die Bedeutung des Verhältnismäßigkeitsprinzips sowie von KMU‑bezogenen Einschränkungen in der Praxis der Sorgfaltspflicht und Auditierung
  • Welche Anforderungen Auditsysteme und ‑standards erfüllen sollten, um im Kontext der CSDDD weiterhin zweckgerecht zu bleiben
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Hin­ter­grund

Re­gu­la­to­ri­sche Ent­wick­lun­gen wie die CSDDD, die EU Forced Labour Re­gu­la­ti­on und na­tio­na­le Lie­fer­ket­ten­ge­set­ze erhöhen die An­for­de­run­gen an Un­ter­neh­men, men­schen­recht­li­che Risiken in ihren Lie­fer­ket­ten sys­te­ma­tisch zu iden­ti­fi­zie­ren und zu adres­sie­ren.

So­zi­al­au­dits spielen dabei in vielen Or­ga­ni­sa­tio­nen eine zentrale Rolle. Gleich­zei­tig hat sich gezeigt, dass ihre Wirk­sam­keit stark von ihrem Ein­satz­kon­text abhängt: Me­tho­dik, Au­dit­de­sign, Ein­bin­dung in Ma­nage­ment­pro­zes­se und der Umgang mit Er­geb­nis­sen sind ent­schei­dend dafür, welchen Beitrag sie tatsächlich leisten können.

Vor diesem Hin­ter­grund gewinnt die Frage an Be­deu­tung, wie be­stehen­de Auditansätze wei­ter­ent­wi­ckelt und gezielt ein­ge­setzt werden können, um den stei­gen­den An­for­de­run­gen gerecht zu wer­den.

Für Unternehmen bedeutet das konkret:

Unternehmen sind gefordert, ihre bestehenden Instrumente zur Risikoanalyse und -steuerung kritisch zu reflektieren und gezielt weiterzuentwickeln.

Für den Einsatz von Sozialaudits bedeutet das insbesondere:

  • Audits nicht isoliert zu betrachten, sondern in übergeordnete Sorgfaltspflichtenprozesse einzubetten
  • ihre Aussagekraft realistisch einzuordnen und gezielt zu stärken
  • Erkenntnisse aus Audits systematisch in Verbesserungsmaßnahmen zu überführen
  • Auditstrategien kontinuierlich an Risikolage und Unternehmenskontext anzupassen

Ein bewusster und strategischer Umgang mit Sozialaudits kann dazu beitragen, ihre Wirksamkeit deutlich zu erhöhen und Ressourcen gezielter einzusetzen.

Ziele

Ziel des Webinars ist es, eine praxisnahe Einordnung zu geben, wie Sozialaudits im Kontext menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten sinnvoll eingesetzt werden können.

Die Teilnehmenden:

  • erhalten eine fundierte Einschätzung der Rolle von Sozialaudits in Sorgfaltspflichtenprozessen
  • verstehen, welche Faktoren die Aussagekraft von Audits beeinflussen
  • lernen Ansätze kennen, um den Nutzen von Audits in der Praxis zu steigern
  • erhalten Impulse für die Weiterentwicklung ihrer eigenen Audit- und Lieferkettenstrategien

Zielgruppe

Das Webinar richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen:

  • Nachhaltigkeit / ESG
  • Einkauf und Lieferkettenmanagement
  • Compliance / Menschenrechte

sowie an alle, die Sozialaudits einsetzen oder deren Rolle im Kontext menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten besser verstehen und weiterentwickeln möchten.

Dr. Thijs Willaert is product manager for sustainability at DQS CFS GmbH.
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Spre­cher

Dr. Thijs Wil­laert ist Global Director Sus­taina­bi­li­ty Services bei DQS.

In dieser Funktion ist er für das gesamte ESG-be­zo­ge­ne Dienst­leis­tungs­port­fo­lio von DQS ver­ant­wort­lich. Zu seinen In­ter­es­sen­schwer­punk­ten zählen unter anderem nach­hal­ti­ge Be­schaf­fung, men­schen­recht­li­che Sorg­falts­pflich­ten sowie ESG-Au­dits. Als Mitglied ver­schie­de­ner Nor­mungs- und Stan­dar­di­sie­rungs­gre­mi­en trägt er dazu bei, die Zukunft der Nachhaltigkeitsprüfung in einem sich schnell wan­deln­den Umfeld mit­zu­ge­stal­ten.

Webinar: CSDDD & EUFLR: Was Audits leisten können – und was nicht

Sprache : Deutsch

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Juni 02 , 2026, 10:00-11:00 UTC+02:00 ?
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