Wenn sich die NEPTUN WERFT als tra­di­ti­ons­reichs­tes Schiff­bau­un­ter­neh­men in Meck­len­burg-Vor­pom­mern mit heute fast 600 Mit­ar­bei­tern der Her­aus­for­de­rung stellt, gleich zwei neue Ma­nage­ment­sys­te­me einzuführen, dann ist diese Wei­ter­ent­wick­lung des in­te­grier­ten Ma­nage­ment­sys­tems eine Ent­schei­dung von Trag­wei­te. So sieht das auch Manfred Os­se­vorth, Geschäftsführer der NEPTUN WERFT in Warnemünde. Mit der Einführung neuer Ma­nage­ment­sys­te­me für Umwelt (DIN EN ISO 14001) sowie Si­cher­heit und Ge­sund­heit bei der Arbeit (DIN ISO 45001) do­ku­men­tie­re die Werft, dass sie sichere Arbeitsplätze anbiete, Ver­ant­wor­tung für die Umwelt übernehme und nach­hal­ti­ge Produkte fertige. 

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Zertifizierte Managementsysteme nach ISO-Normen, angefangen z.B. beim Qualitätsmanagement (ISO 9001) über Umweltmanagement (ISO 14001), Arbeitssicherheit (ISO 45001) und Energie (ISO 50001) sind verlässliche Leitplanken, um wirtschaftliche und ökologische Ziele zu setzen und zu erreichen. Externe Audits dieser Systeme und Prozesse wiederum sind der Gradmesser, ob das Managementsystem funktioniert. Auch bei der Einführung neuer Managementsysteme auf der NEPTUN WERFT bewährt sich dieses Zusammenspiel von strategischen Entscheidungen und externen Begutachtungen.

Neben Manfred Ossevorth in der Unternehmensführung ist Dr. Moritz Achilles die treibende Kraft für das integrierte Managementsystem. Als Abteilungsleiter integriertes Managementsystem der NEPTUN WERFT steht für ihn der nachhaltige Umgang mit Menschen und Ressourcen ganz weit oben auf der Agenda.

Mit nachhaltigen Prozessen zu nachhaltigen Produkten

Bei der Einführung, dem Betrieb und der Weiterentwicklung des integrierten Managementsystems müssten nachhaltige Prozesse sowie umwelt- und ressourcenschonende Verfahren dazu führen, auch innovative und nachhaltige Produkte zu fertigen. Das betont Achilles im Interview und verweist auf die „AIDAnova“, die aufgrund ihres neuartigen Flüssiggas-Antriebs (LNG) mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet wurde.

Tatsächlich sind die NEPTUN WERFT und die MEYER WERFT weltweit die ersten Schiffbaubetriebe, die die anspruchsvolle und umweltfreundliche LNG-Technik für solche Schiffe einsetzen.

Besondere Herausforderungen an Audits

Stefan Hajek ist langjähriger und erfahrener Auditor der DQS unter anderem für Umweltschutz und Arbeitssicherheit. Und er ist Leiter der Auditteams der DQS in Rostock und Papenburg. Als solcher ist er im externen Audit für den Auditplan und die Auditziele verantwortlich. Im Interview gefragt, ob das Audit bei der NEPTUN WERFT auch mal über seinen normalen Berufsalltag hinausgegangen sei, zieht er einen interessanten Vergleich.

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In­te­grier­tes Ma­nage­ment­sys­tem – Das interne Audit

In unserem Se­mi­nar erlangen Sie wert­vol­les Wissen über sinn­vol­le Aspekte der Planung, Durchführung und Nach­be­rei­tung des internen Au­di­tie­rens eines in­te­grier­ten Ma­nage­ment­sys­tems.

In­halt

  • Pla­nung: Er­stel­len eines Zeit­plans, anwenden des Turtle-Modells
  • Durchführung: Er­geb­nis­ori­en­tiert au­di­tie­ren
  • Nach­be­rei­tung: Berichte er­stel­len und Maßnahmen ab­lei­ten

Ein Schiff zu bauen sei ebenso komplex wie der Bau einer ganzen Stadt, sagt Hajek. Schon die Werft sei ja eine Stadt im Kleinen. Und natürlich führe das zu besonderen Herausforderungen an die Mitarbeiter und das Management im Unternehmen (auch bei internen Audits). Aber auch an den Auditplan und an das Auditieren selbst. Eine Herausforderung an die Systemaudits, aus der alle Beteiligten übrigens hohen Nutzen gezogen haben.

 

Ein Audit ist keine Prüfung

„Profitiert haben wir insbesondere vom profunden Wissen des Auditteams“, sagt Dr. Moritz Achilles. Er betont damit ein wichtiges Merkmal von DQS-Audits. Ein Audit mit der DQS sei keine Prüfung, sondern ein Gespräch zur Weiterentwicklung des integrierten Managementsystems in einer Atmosphäre, in der man dazulernt.

DQS-Geschäftsführer Markus Bleher sieht sich da auch in seinem eigenen Anspruch an herausragende Audits bekräftigt:

Das wesentliche Ziel eines DQS-Audits sei es, die Organisation permanent zu verbessern und weiterzuentwickeln, sagt Bleher. Dafür müssten DQS-Auditoren fachkundig sein. Aber sie müssten in ihrem Auditprogramm auch über den Tellerrand hinausschauen, um so die Erreichung der Unternehmensziele unterstützen zu können.

 

Vorbildliches Engagement

Lob zur Einführung neuer Managementsysteme – ISO 14001 und ISO 45001 – kommt auch von der Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern. Anlässlich der Zertifikatsübergabe am 9. Dezember 2019 betonte Dr. Stefan Rudolph, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, dass sich die NEPTUN WERFT vorbildlich engagiert und die Zertifizierungen durch unermüdliche Arbeit verdient habe.

Die Hinwendung zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, so Rudolph, mache – neben den spannenden Aufgaben an sich – die NEPTUN WERFT zu einem attraktiven und gefragten Arbeitgeber der gesamten Region.

 

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ISO 45001: Führung und Ver­pflich­tung

Kos­ten­frei­es White­pa­per

Die oberste Leitung als Schlüssel für die Wirk­sam­keit eines SGA-Ma­nage­ment­sys­tems – lesen Sie mehr über:

  • Fürsorgepflicht für die an­ver­trau­ten Mit­ar­bei­ter
  • Ei­ne Kultur des Ver­trau­ens
  • Klas­si­sche (SGA-)Mängel

„Unsere Mitarbeiter sind unser höchstes Gut,“ bestätigt NEPTUN-Geschäftsführer Manfred Ossevorth. „Durch sie erlangen unsere Produkte ihre hochwertige Qualität. Uns ist es daher ein persönliches Anliegen, durch präventive Maßnahmen und fortlaufende Verbesserung größtmögliche Sicherheitsstandards sicherzustellen.“

Zum Thema Arbeitsschutzmanagement sagt Ossevorth weiter: „Wir senken dadurch die Anzahl von Arbeitsunfällen und gewährleisten eine hohe Produktqualität. Dadurch präsentieren wir uns für Fach- und Führungskräfte als attraktiver Arbeitgeber.“

 

Weiterentwicklung integriertes Managementsystem

Die Einführung und Weiterentwicklung eines unternehmensindividuell gestalteten, integrierten Managementsystems (IMS) hat viele Vorteile. Ein IMS trägt vor allem dazu bei, Zielkonflikte und Doppelungen paralleler Managementsysteme zu vermeiden. Es soll Ressourcen bündeln und zugleich Synergieeffekte erzielen. Organisationen, deren Managementsystem – z.B. nach ISO 9001 – auf der High Level Structure aufbaut, haben einen spürbaren Vorteil bei der Integration und Umsetzung weiterer, normübergreifender Anforderungen.

Unser Tipp: Laden Sie die grafische Darstellung der High Level Structure (HLS) für die sechs wichtigsten ISO-Normen herunter. So haben Sie alle Normen und Zusammenhänge in der praktischen Übersicht – auf einen Blick.

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Die Grund­struk­tur der Ma­nage­ment­sys­tem­nor­men

in gra­fi­scher Dar­stel­lung

In­fo­gra­fi­ken zu ISO 9001, ISO 14001, ISO 27001, ISO 45001, ISO 50001 und ISO 22301

Sys­te­me ne­ben­ein­an­der­le­gen und ver­glei­chen

Syn­er­gien für ein in­te­grier­tes Ma­nage­ment­sys­tem er­ken­nen

Sie haben Fragen?

Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen. Nehmen Sie uns beim Wort! Kontakt.

Wichtige Information: BS OHSAS ist vollständig durch ISO 45001 abgelöst

Am 30. September 2021 wurde der seit über 20 Jahren für Arbeitsschutzmanagement relevante britischen Standard OHSAS 18001 durch ISO 45001 abgelöst.

Organisationen, die über ein zertifiziertes Managementsystem verfügen, sind mit dem Vorgehen der Ablösung und den vom International Accreditation Forum (IAF) festgelegten Übergangsfristen in der Regel vertraut. Wie bei der Revision der beiden Normen ISO 9001 und ISO 14001 wurde auch diesmal eine dreijährige Übergangsfrist für den Umstieg festgelegt. Sie sollte zunächst am 11. März 2021 enden, wurde aber aufgrund der Covid 19-Pandemie vom IAF um sechs Monate verlängert. Seither haben alle Zertifikate gemäß BS OHSAS 18001 ihre Gültigkeit verloren. Die alte Norm ist abgelöst. 

Hinweis: Wir verwenden aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum. Die Direktive schließt jedoch grundsätzlich Personen jeglicher Geschlechteridentitäten mit ein, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

Autor
Matthias Vogel

Seit 2010 ist Matthias Vogel Pres­se­spre­cher der DQS GmbH und ver­ant­wort­lich für die Fach­pres­se. Als Senior Content Manager ist er mit­ver­ant­wort­lich für die The­men­fin­dung des DQS Blogs „DQS im Dialog“, für die Ab­stim­mung mit Au­tor*in­nen und für die Text­re­dak­ti­on. Matthias Vogel ist Her­aus­ge­ber des regelmäßig er­schei­nen­den DQS–Newsletters „DQS Update“ und versorgt Sie so mit In­for­ma­tio­nen und Wis­sens­an­ge­bo­ten rund um Audits und Zer­ti­fi­zie­rung. Außerdem ist er Pro­gramm­lei­ter und Mo­de­ra­tor der DQS-Kun­den­ta­ge und mo­de­riert als Co-Mo­de­ra­tor die vir­tu­el­len Kon­fe­ren­zen "Digital Quality Space".

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